Hessische Fachkräfteinitiative „Zukunftsgerecht und regional: Fachkräftesicherung in Hessen“

Posted on July 23, 2022 by - Uncategorized

Die Entwicklung regionaler Arbeitsmärkte wird von Trends wie der Digitalisierung, dem demografischen, ökonomischen und ökologischen Wandel ebenso wie der Energie- und Mobilitätswende oder auch Ereignissen wie Pandemien und Ukrainekrieg und den gesellschaftlichen Entwicklungen hin zu mehr Diversität und Individualität schon heute und noch stärker im kommenden Jahrzehnt beeinflusst. All diese Trends stehen für den dauerhaften Wandel von Wirtschaft, Verwaltung, Arbeitswelt und Gesellschaft, den es engagiert zu begegnen und aktiv zu gestalten gilt. Die Fachkräftesicherung fungiert dabei als zentraler Schlüssel zur menschen- und wirtschaftsgerechten Ausgestaltung dieser Transformationen und trägt zur Stabilität des Arbeitsmarktes bei.

Hessen stellt sich den mit dem Wandel verbundenen Herausforderungen und macht sich fit für die Zukunft. Entsprechend klar ist der Auftrag, dass das Sichern von Arbeits-, Fach- und Führungskräften anlässlich der anstehenden Veränderungen im Land deutlich gestärkt werden soll. Die Stabsstelle Fachkräftesicherung in Hessen steht als zentrale Ansprechpartnerin zur Fachkräftesicherung auf Landesebene zur Verfügung, bündelt ressortübergreifend die Vielzahl der Aktivitäten, koordiniert Vorhaben, setzt Impulse und initiiert Strategien und Unterstützungsangebote sowohl auf Landesebene als auch in den hessischen Regionen.

Ein solches Unterstützungsangebot für die Regionen ist die Hessische Fachkräfteinitiative „Zukunftsgerecht und regional: Fachkräftesicherung in Hessen“. Es richtet sich vor allem an die Arbeitsweltakteure vor Ort in den hessischen Regionen, insbesondere an die Wirtschaftsförderungen. Im Rahmen der Initiative werden die Regionen maßgeblich bei ihrem Bemühen und ihren Aktivitäten zur nachhaltigen Fachkräftesicherung unterstützt. Die Unterstützung erfolgt über drei strategische Bausteine:

  1. Informationen zur aktuellen und zukünftigen Arbeitsmarktlage und zum Fachkräfteangebot und -bedarf
  2. Strategieentwicklung und -sicherung
  3. Vernetzung und Nachhaltigkeit des Handelns

Im Baustein 1 werden regionale Berufsprognosen erstellt. Dabei erfolgt eine Orientierung an der praxistauglichen Methodik des Ende 2021 abgeschlossenen Projektes regio pro. Die Berufsprognosen werden weiterhin in enger Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsförderungen der hessischen Kommunen spezifiziert und zur Verfügung gestellt. Bis Anfang 2023 werden die Prognosen für den Zeitraum bis 2028 und bis zum Ende des Jahres 2024 für den Zeitraum bis 2030, in welchem die Spitze des altersbedingten Ersatzbedarfs in den meisten hessischen Regionen erreicht sein wird, vorgelegt werden.

Im Baustein 2 erhalten die Wirtschaftsförderungen aller 26 Kreise und kreisfreien Städte in Hessen im Rahmen von Zukunftswerkstätten Unterstützung bei der auf den Prognosedaten beruhenden Fortschreibung bestehender Fachkräftesicherungsstrategien oder bei deren Neuaufbau.

Im Baustein 3 werden Formate wie das Expertenpanel der kommunalen Wirtschaftsförderer aus regio pro wieder aufgenommen, um kontinuierlich die Auswirkungen der oben genannten Trends vor Ort aus erster Hand erkennen und bei Bedarf Nachsteuerungen der eigenen Strategien und bei eigenen Maßnahmen vornehmen zu können.

Auf diese Weise wird ein wesentlicher, praxisorientierter Beitrag zu zukunftsgerechten und gleichzeitig nachhaltigen regionalen Fachkräftesicherungsstrategien und einer zukunftsfesten Aufstellung der Regionen geleistet.

Das IWAK wird die Fachkräfteinitiative in enger Zusammenarbeit mit der Stabsstelle Fachkräftesicherung in Hessen umsetzen.

Hessischer Pflegebericht 2023

Posted on July 21, 2022 by - Uncategorized

Angesichts der demografischen Entwicklung mit einer steigenden Zahl pflegebedürftiger Menschen und des schon derzeit vorhandenen Mangels an Pflegekräften gerät das professionelle Pflegesystem immer weiter unter Druck. Eine Stärkung der häuslichen Pflege mit ihren unterschiedlichen Ausformungen erscheint unabdingbar. Derzeit ist jedoch kaum transparent, inwieweit Unterstützungsstrukturen und komplementäre Versorgungsangebote vorhanden und bedarfsgerecht ausgestaltet sind. Im Rahmen der Studie „Hessischer Pflegebericht 2023“ wird die Angebotsstruktur auf kleinräumiger Ebene untersucht. Indikatoren sollen den Vergleich zwischen Regionen und die Bewertung der vorhandenen Strukturen ermöglichen. Prognosen der Bedarfs- und Angebotsentwicklung bis 2040 sind ein weiterer Bestandteil des Pflegeberichts. Auf Basis der Datenanalysen, von Experteninterviews, Workshops und der Sichtung von Good Practice werden Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung der Versorgungslandschaft in Hessen abgeleitet. Auftraggeber ist das Hessische Ministerium für Soziales und Integration.

Arbeitsmarktpolitische Zielgruppen in Frankfurt am Main

Posted on May 4, 2022 by - Uncategorized

Das IWAK stellt im Auftrag der FRAP-Agentur gGmbH Daten zu Frankfurterinnen und Frankfurtern ohne anerkannten Berufsabschluss zusammen. Die Zielgruppe für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen wird anhand von Beschäftigtenstand, Geschlechterverteilung, Staatsangehörigkeit und Alter beschrieben. Aus einem Vorgängerprojekt liegen dieselben Daten für das Jahr 2017 vor, sodass Veränderungen im Zeitverlauf abgebildet werden können.

Digi­tale Lern­ort­koope­ra­tion in der dua­len Aus­bil­dung: Be­stands­auf­nah­me und hessen­weite Um­set­zungs­sze­na­rien (digi_leokop)

Posted on January 19, 2022 by - Uncategorized

Die duale Berufsausbildung bleibt attraktiv, wenn sie sich regelmäßig den wandelnden Anfor-derungen der modernen Arbeitswelt anpasst und das Lernen von Theorie und Praxis optimal aufeinander abgestimmt sind. Die Digitalisierung in der Wirtschaft sowie die Pandemie haben eine stärkere digitale Zusammenarbeit zwischen den Lernorten Ausbildungsbetrieb und Berufsschule erforderlich gemacht. Dies betrifft im Besonderen den Kern der dualen Ausbildung, also die Verzahnung von Theorie und Praxis.

Derzeit werden in etlichen Projekten digitale Kooperationsformen erprobt, die den hohen Handlungsdruck verdeutlichen, hauptsächlich aber in Insellösungen münden. Ein Ansatz zur flächendeckenden Digitalisierung der Lernort-Kooperation in Hessen ist nicht erkennbar.

Um dieser Situation zu begegnen, haben sich die Spitzen der Wirtschaft in Hessen zu einem Konsortium zusammengeschlossen. Diesem gehören die Vereinigung der Hessischen Unternehmerverbände (VhU), die Arbeitgeberverbände HESSENMETALL und HessenChemie, die Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern (ARGE) sowie der Hessische Industrie- und Handelskammertag (HIHK) an. Ziel des Konsortiums ist es, im Rahmen einer ergebnisoffenen Machbarkeitsstudie den tatsächlichen Bedarf der an der Lernort-Kooperation beteiligten Akteure zu erfassen sowie bereits praktizierte Lösungen und deren gezielte Verknüpfung zu spezifizieren. Daraus sollen möglichst effiziente Umsetzungsszenarien für eine flächendeckende Digitalisierung der Lernort-Kooperation in Hessen abgeleitet werden.

Als weiteres Mitglied des Konsortiums fungiert das Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK), das die Studie wissenschaftlich fundiert ausführt.

Inhaltlich baut die Machbarkeitsstudie auf den einschlägigen Projekten digitaler Lernort-Kooperationen auf und nimmt eine wissenschaftlich fundierte Meta-Analyse vor, um daraus praxistaugliche Eckpunkte eines Konzepts, mögliche Umsetzungsszenarien sowie deren jeweilige Voraussetzungen und Vor- und Nachteile zu spezifizieren.

Die Machbarkeitsstudie wird vom Januar bis Dezember 2022 durchgeführt. Die Befunde sollen nach deren Abschluss als Grundlage für die Digitalisierung der Lernort-Kooperation in Hessen verwendet werden können. Das Vorhaben wird durch die Projektbeteiligten finanziert und aus Mitteln des Förderprogramms Distr@l der Hessischen Staatskanzlei im Bereich der Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung gefördert.

KOM­PASS-Studie

Posted on August 12, 2021 by - Uncategorized

In der neuen Pflegeausbildung ist die enge Zusammenarbeit der Beteiligten (Pflegeschulen, Krankenhäuser, ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen sowie weitere Partner) zwingend. Um Lernortkooperationen zu unterstützen und den Aufbau von Ausbildungsverbünden zu fördern, wurde in Rheinland-Pfalz das Förderprogramm KOMPASS-RLP aufgelegt. Im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung des Landes Rheinland-Pfalz erhebt das IWAK den aktuellen Stand von Lernortkooperationen als Teil des Programms. Die KOMPASS-Studie wird u.a. zeigen, wo es in Rheinland-Pfalz bereits feste Ausbildungsverbünde gibt und wie diese ausgestaltet sind. Steckbrief_KOMPASS

Netz­werk Anpassungs­maß­nahmen Rhein­land-Pfalz

Posted on March 12, 2021 by - Uncategorized

Das Landesprojekt leistet einen Beitrag zum Aufbau einer landesweiten Qualifizierungsstruktur in Rheinland-Pfalz. Um einer steigenden Zahl aus dem Ausland zugewanderter Pflegefachkräfte die dauerhafte Integration in den rheinland-pfälzischen Pflegearbeitsmarkt zu ermöglichen, sollen mehr Anpassungsmaßnahmen angeboten werden. Im Projekt erfolgt eine Fokussierung auf die Pflege bzw. den Referenzberuf „Gesundheits- und Krankenpflege“. Die Projektergebnisse sollen jedoch auch Impulse für den Aufbau entsprechender Strukturen für andere Gesundheitsfachberufe, für die Anwerbung und Zuwanderung erfolgversprechende Strategien zur Fachkräftesicherung darstellen, liefern. Das IWAK begleitet ein Netzwerk aus zehn Krankenhäusern, das Prototypen für einen Vorbereitungskurs auf die Kenntnisprüfung und einen modularen Anpassungslehrgang erarbeitet. Eine Zertifizierung der beiden Prototypen nach AZAV ist vorgesehen, um die Finanzierung über Bildungsgutscheine zu ermöglichen.

Aus­wirkun­gen der Corona-Pande­mie auf die Mit­glieds­organisa­tionen der freien Wohl­fahrts­pflege in Hessen

Posted on January 21, 2021 by - Uncategorized

Die Corona-Pandemie hat weitreichende Auswirkungen auf nahezu alle gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Bereiche. Ziel des Projektes ist es herauszuarbeiten, wie sich die Pandemie bisher auf die unterschiedlichen Arbeitsbereiche der Sozialen Arbeit ausgewirkt hat. Bei vielen Organisationen hat die Pandemie zu finanziellen Engpässen geführt, z.B. durch Einbrüche in der Erlössituation oder den Wegfall von Spenden. Oft waren zudem Mehraufwendungen durch Hygieneschutzkonzepte, Beschaffung von Hard- und Software oder zusätzliches Personal erforderlich. Ein Teil der Einrichtungen konnte auf Förderprogramme z.B. von Bund und Land Hessen zurückgreifen. Über eine Befragung der Mitgliedsorganisationen soll Transparenz zu den Auswirkungen der Pandemie geschaffen werden.

Branchenmonitoring, Gutachten und Ausbildungsstättenplan Gesundheitsfachberufe RLP

Posted on November 12, 2020 by - Uncategorized

Im ersten Teilprojekt hat das IWAK zunächst die Arbeitsmarktlage im Jahr 2020 für sämtliche bundes- und landesrechtlich geregelten Gesundheitsfachberufe in den Regionen des Bundeslandes Rheinland-Pfalz analysiert. Im zweiten Teilprojekt wurden Prognosen für die Angebots- und Nachfrageentwicklung bis 2035 gerechnet. Die Ergebnisse sind auf dem Webportal des Branchenmonitoring veröffentlicht.

Im Frühjahr 2022 hat das IWAK eine Bestandsaufnahme über die Ausbildungslandschaft für die Gesundheitsfachberufe in Rheinland-Pfalz erstellt. Auf der Basis der Projektergebnisse wird anschließend der Ausbildungsstättenplan als Teil des Landeskrankenhausplans aktualisiert.

Forschungsmethodisch verknüpft das IWAK im Projekt Primär- und Sekundärdaten. Die aktuelle Nachfrage nach Fachkräften wurde über eine Befragung der Leistungserbringer ermittelt (Frühjahr 2021). Das Angebot an Fachkräften konnte dagegen über Sekundärstatistiken abgebildet werden. Auch für die Bestandsaufnahme Ausbildungsstätten wurde wieder eine Befragung von Schulen und Krankenhäusern durchgeführt (Frühjahr 2022). Zusätzlich wurden Sonderauswertungen der Schulstatistik genutzt.

Auftraggeber ist das rheinland-pfälzische Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung. Über einen Projektbeirat sind alle wichtigen Akteursgruppen im Gesundheitswesen und in der Pflege (Politik, Kostenträger, Verbände der Einrichtungsträger, Berufsverbände, Gewerkschaft, Regionaldirektion u.v.m.) in die Projektdurchführung eingebunden.

Prozess­basierte Inte­gra­ti­on mensch­li­cher Er­war­tun­gen in di­gi­ta­li­sierten Ar­beits­wel­ten – PRIME

Posted on March 26, 2020 by - Uncategorized

PRIME zielt auf die Entwicklung einer innovativen und prozessorientierten Arbeitsform auf Basis einer digitalen Plattform (im Sinne eines Assistenzsystems) zur Realisierung personenzentrierter, situativ anpassbarer Arbeitsprozesse. Unter Berücksichtigung der besonderen Anforderung der Interaktionsarbeit, sozialer, menschzentrierter und arbeitstechnischer Kriterien wird die digitale Plattform methodisch ergänzt, um im Sinne eines lernförderlichen Systems die Umsetzung einer neuen Arbeitsform zu unterstützen. Dadurch sollen Beschäftigte während belastender Situationen im Rahmen von Interaktionsarbeit bei Bedarf gezielt unterstützt und entlastet werden. Diese ermöglicht eine neue, durch Digitalisierung unterstützte Art der Interaktion von öffentlichen Institutionen, Kommunen, Unternehmen, Beschäftigten, Bürgern und Kunden.