Lunch-Talk am 24. Juni: Kommunale Jobcenter zwischen Corona-Pandemie und Koalitionsvertrag

Zur Präsentation von Dr. Joachim Wentzel (HMSI) und Lisa Schäfer (IWAK)

IAB-Betriebspanel Hessen: Das Ausbildungsverhalten der hessischen Betriebe – Folgen für die Fachkräftesicherung

Eine geringe Auslastungsquote, sinkende Bewerbungs- und Ausbildungsabschlusszahlen – bei gleichzeitig immer größer werdendem Fachkräftebedarf – sind Trends, die bereits vor der Corona-Pandemie eine Herausforderung für die hessische Ausbildungslandschaft darstellten und sich durch die Corona-Pandemie weiter zugespitzt haben. Die Ausbildungsbeteiligung der hessischen Betriebe ist im Ausbildungsjahr 2020/21 auf einen historisch niedrigen Wert von 26 Prozent gesunken. Betriebe hatten dabei große Probleme ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Im Ausbildungsjahr 2021/2022 wurden zum Befragungszeitpunkt zwar wieder etwas häufiger Ausbildungsverträge abgeschlossen als im Vorjahreszeitraum, die Bewerbungssituation stellte sich allerdings für viele Betriebe nach wie vor schlechter dar als vor der Corona-Pandemie. Um ihren Fachkräftebedarf zu decken, setzten Betriebe verstärkt auf die Übernahme ihrer Absolventinnen und Absolventen, die Übernahmequote der Auszubildenen lag mit 74 Prozent so hoch wie nie zuvor.

Diese und weitere Ergebnisse zum betrieblichen Ausbildungsverhalten finden sich im 2. Report zum IAB-Betriebspanel Hessen 2021. Die Ergebnisse basieren auf einer Befragung von mehr als 1.100 Betrieben zwischen Juli und November 2021.

Zur Pressemeldung, zum Report, zur Infografik

Lunchtalk und Broschüre zum Thema „Fachkräftesicherung offen und kreativ denken – neue Fachkräftepotenziale praktisch erschließen“

Im Anschluss an den erfolgreichen Lunchtalk vom 10. Juni, bei dem drei spannende Betriebsbeispiele vorgestellt wurden, veröffentlichen wir die dazugehörige Broschüre mit weiteren Beispielen Guter Praxis zur zielgruppenorientierten Gewinnung von Fachkräften. Thematisch ergänzt die Broschüre die Erkenntnisse aus dem Lunchtalk und behandelt die vier Zielrichtungen Studienzweifelnde für die Berufsausbildung gewinnen, ältere Fachkräfte länger im Betrieb und im Arbeitsleben halten, Fachkräfte mit Behinderungen im Betrieb Integrieren sowie Ausbildungsabbrüche vermeiden. Wir wünschen Ihnen eine angenehme und anregende Lektüre. Zur Broschüre.

Betrieb des Monats Juni 2022 - Wege aus der Pandemie: Energie Waldeck-Frankenberg

Das virtuelle Praxisformat „Betrieb des Monats - Wege aus der Pandemie“ präsentiert im Juni den Betrieb Energie Waldeck-Frankenberg. Seit November 2021 stellt sich in Fortsetzung des erfolgreichen Formats „Betrieb des Monats“ monatlich ein mittelständischer Arbeitgeber aus Hessen per Video vor und berichtet von Aktivitäten zur Fachkräftesicherung auf dem Weg aus der Pandemie. Im neuen Video präsentiert Energie Waldeck-Frankenberg aus Korbach zukunftsorientierte Strategien zur Fachkräftesicherung in der Energieversorgung als Teil der Infrastruktur. LINK zum Video.

Mit dem Juni-Video wird das Format „Betrieb des Monats – Wege aus der Pandemie“ abgeschlossen. Wir danken allen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, die daran teilgenommen und ihre Aktivitäten vorgestellt haben. Vielen Dank auch allen an diesen Beispielen guter Praxis Interessierten.

 

23. Hessischer Regionaldatenreport erschienen

Der aktuelle Regionaldatenreport zeigt, dass im Mai 2022 die Kurzarbeit in vielen Branchen weiter abnimmt. Ein deutlicher Anstieg ist allerdings im Automotive-Bereich zu beobachten. Die gemeldeten offenen Stellen bleiben weiterhin auf höherem Niveau als in den ersten beiden Jahren der Pandemie, jedoch bleibt vom März bis Mai die Arbeitsmarktdynamik relativ schwach - möglicherweise im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine. Die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen ist im dritten Pandemiejahr nicht weiter eingebrochen. Der rückläufige Trend bei den gemeldeten Ausbildungsbewerber*innen setzt sich jedoch auch zum Stand Mai 2022 weiter fort. Regional zeigen sich allerding teilweise gegensätzliche Entwicklungen. Regionaldatenreport_23

Betrieb des Monats Mai 2022 - Wege aus der Pandemie: Klinik- und Rehabilitationszentrum Lippoldsberg

Das virtuelle Praxisformat „Betrieb des Monats - Wege aus der Pandemie“ präsentiert im Mai das Klinik- und Rehabilitationszentrum Lippoldsberg. Seit November 2021 stellt sich in Fortsetzung des erfolgreichen Formats "Betrieb des Monats" monatlich ein mittelständischer Arbeitgeber aus Hessen per Video vor und berichtet von Aktivitäten zur Fachkräftesicherung auf dem Weg aus der Pandemie. Im neuen Video präsentiert das Klinik- und Rehabilitationszentrum Lippoldsberg aus Wesertal moderne Strategien zur Fachkräftesicherung in der Pflegebranche als Teil der kritischen Infrastruktur. LINK zum Video.

KOMPASS-Studie zu Lernortkooperationen in der Pflegeausbildung veröffentlicht

Eine Studie im Auftrag von Arbeits- und Bildungsministerium des Landes Rheinland-Pfalz gibt einen Überblick über die derzeitige Umsetzung von Lernortkooperationen in der neuen generalistischen Pflegeausbildung. Im Herbst 2021 wurden dazu die Pflegeschulen, Krankenhäuser, ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen vom IWAK befragt. Viele hatten sich zum Zeitpunkt der Befragung zu festen Ausbildungsverbünden zusammengeschlossen. Zur KOMPASS-Studie

Die Studie wurde im Rahmen des Förderprogramms KOMPASS.RLP durchgeführt. Ein Ergebnis stellt der Aufbau einer zentralen Koordinierungsstelle für die Pflegeausbildung mit Praxisplatzbörse dar. Mehr Informationen

Auswirkungen der Pandemie und Ukrainekrise – fünf regelmäßige Informationsformate

Wie wirkt sich die Pandemie und die Ukrainekrise auf Arbeitsmarkt, Beschäftigung, Ausbildung, Weiterbildung, Digitalisierung und regionale Kooperationen aus? Wie ist die Inanspruchnahme von Hilfen? Fünf zielgruppenspezifische Informationsformate geben Auskunft - LINK

22. Hessischer Regionaldatenreport erschienen

Der aktuelle Regionaldatenreport zeigt, dass im April 2022 die Kurzarbeit in den von der Pandemie stark betroffenen Branchen weiter abnimmt, jedoch bei Betrieben, die mit den Folgen der Ukrainekrise konfrontiert sind, ansteigt. Die Arbeitsmarktdynamik nimmt zwar stetig zu, jedoch zeigen sich im März und April jahreszeitlich untypische Einbrüche, möglicherweise auch im Zusammenhang mit der Ukrainekrise. Die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen ist im dritten Pandemiejahr nicht weiter eingebrochen. Der rückläufige Trend ist jedoch bei den gemeldeten Ausbildungsbewerber*innen noch nicht gestoppt. Einige Kreise und kreisfreie Städte zeigen jedoch gegensätzliche Entwicklungen. Zum Regionaldatenreport.

Großes Interesse am Lunchtalk zu den Auswirkungen der demografische Entwicklungen auf die Fachkräftesituation im Gesundheitswesen

Mehr als 110 Personen aus Hessen, Rheinland-Pfalz und vereinzelt auch aus anderen Teilen Deutschlands haben am heutigen Lunchtalk teilgenommen. Thema waren die Auswirkungen der demografischen Entwicklung auf die Fachkräftesituation im Gesundheitswesen. Dr. Oliver Lauxen (IWAK) präsentierte Daten aus dem "Hessischen Pflegemonitor" und dem "Branchenmonitoring Gesundheitsfachberufe Rheinland-Pfalz". Demnach ist die Arbeitsmarktsituation schon derzeit von Engpässen geprägt; die demografische Entwicklung dürfte diese noch verschärfen. Zum Foliensatz

Drei Gäste gaben Einblick in Startegien zur Fachkräftesicherung, die in unterschiedlichen Bereichen des Gesundheitswesens umgesetzt werden. Für den Bereich der Rettungsdienste zeigte Uwe Frohn, Bereichsleiter Rettungsdienst im DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz, im Interview mit Herrn Dr. Lauxen, dass die erfolgreichen Nachqualifizierungsstrategien der vergangenen Jahre an ihr Ende kommen, andererseits die Ausbildungskapazitäten nicht weiter ausgeweitet werden können. Für die Physiotherapie mahnte Dagmar Schlaubitz (PHYSIO DEUTSCHLAND, Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland) dringend notwendige Attraktivitätssteigerungen über höhere Vergütungen und eine Akademisierung der Physiotherapie-Ausbildung an. Andrea Bergsträßer (Westpfalz-Klinikum, Kaiserslautern & Landespflegekammer Rheinland-Pfalz) betonte im Interview mit Herrn Dr. Lauxen die Eigenverantwortlichkeit der Pflege. Die Politik müsse der Pflege Möglichkeiten geben, strukturelle Veränderungen umzusetzen.

Viele Themen konnten in der Kürze der Zeit lediglich angerissen werden. Dennoch ermöglichte der Lunchtalk einen Einblick in die Vielfalt der Fachkräftesicherungsaktivitäten in unterschiedlichen Bereichen des Gesundheitswesens.