IAB-Betriebspanel Hessen: Digitalisierung von Arbeit und betrieblicher Weiterbildung in hessischen Betrieben

Die durch die Corona-Krise hervorgerufene Ausnahmesituation hat einen vermutlich nie dagewesenen Digitalisierungsschub für Betriebe und für den Arbeitsalltag vieler Beschäftigter ausgelöst. Die wohl einschneidendste Änderung für den Arbeitsalltag der Beschäftigten kam dem mobilen Arbeiten zu: Zum Befragungszeitpunkt von Juni bis November 2021 gab es in einem Drittel der Betriebe zumindest für einen Teil der Beschäftigten die Möglichkeit, mobil zu arbeiten. Ein Drittel dieser Betriebe plante mobile Arbeitsplätze auch perspektivisch in größerem Umfang anzubieten als vor der Corona-Krise. Auch in der betrieblichen Weiterbildung ließen sich im Zuge der Corona-Pandemie deutliche Veränderungen beobachten. Hessische Betriebe agierten im 1. Halbjahr 2021 wie im Vorjahreszeitraum zurückhaltender in der Förderung von Weiterbildungsmaßnahmen als noch vor der Pandemie. Die Maßnahmen, die noch stattfanden, verlagerten sich jedoch stark in den digitalen Raum.

Diese und weitere Ergebnisse zur Digitalisierung von Arbeit und betrieblicher Weiterbildung finden sich im 3. Report zum IAB-Betriebspanel Hessen 2021. Die Ergebnisse basieren auf einer Befragung von mehr als 1.100 Betrieben zwischen Juli und November 2021.

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IWAK erstellt den "Hessischen Pflegebericht 2023"

Das IWAK hat vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration den Auftrag für die Erstellung des "Hessischen Pflegeberichts 2023" erhalten. Im Pflegebericht wird die pflegerische Infrastruktur (auch komplementäre Unterstützungsangebote) auf Gemeindeebene abgebildet. Anschließend werden Prognosen zur Weiterentwicklung von Angebotsstruktur und Bedarfslage erstellt sowie Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung der Pflegeinfrastruktur entwickelt. Zur Projektseite

Good Practice im IWAK-Lunchtalk: Integration ausländischer Fachkräfte

Im heutigen IWAK-Lunchtalk stand die nachhaltige Integration ausländischer Fachkräfte im Fokus. Dr. Oliver Lauxen (IWAK) zeigte auf Basis von Interviews mit zugewanderten Pflegekräften Herausforderungen für die Integration auf (siehe Foliensatz). Rebecca Rosen und Tanja Hölper (St. Josefs-Hospital, Wiesbaden) berichteten den 130 Teilnehmenden daraufhin, wie ein Arbeitgeber die beschriebenen Herausforderungen bewältigen und die Integration unterstützen kann. Mit dem Pflegequalifizierungszentrum Hessen (PQZ, https://www.pqz-hessen.de/) steht eine Unterstützungs- und Beratungsstruktur zur Verfügung, die von allen hessischen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen in Anspruch genommen werden kann. Stefan Hagen, der stellvertretende Leiter, hat einen Einblick in das Angebotsportfolie des PQZ gegeben. Der Lunchtalk wurde von der Stabsstelle Fachkräftesicherung in Hessen unterstützt.

Dokumentation Veranstaltung "Lernortkooperationen stärken"

Am 28. Juni 2022 hat das IWAK gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der AG Unterstützung eine virtuelle Fachveranstaltung zur Gestaltung von Lernortkooperationen in der neuen Pflegeausbildung durchgeführt. 165 Teilnehmende, vorwiegend aus Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und Pflegeschulen, haben Herausforderungen und Gestaltungsansätze diskutiert. In fünf Breakout-Sessions wurden Ansätze guter Praxis vorgestellt und weiterentwickelt. Foliensätze sowie eine Ergebnisdokumentation finden Sie HIER.

24. Hessischer Regionaldatenreport erschienen

Der aktuelle Regionaldatenreport zeigt, dass im Juni 2022 die Inanspruchnahme von Kurzarbeit in vielen Branchen gegen Null geht. Der Bestand an Arbeitslosen nimmt diesen Monat erstmals seit längerem wieder zu, was jedoch auf den Sondereffekt der erstmaligen Erfassung ukrainischer Geflüchteter im Rechtskreis SGB-II zurückzuführen ist. Gleichzeitig gehen die Abgänge aus Arbeitslosigkeit zurück. Die gemeldeten offenen Arbeitsstellen bleiben weiterhin auf höherem Niveau als in den ersten beiden Jahren der Pandemie, jedoch fällt die Arbeitsmarktdynamik von März bis Juni relativ schwach aus - möglicherweise im Zusammenhang mit der Ukrainekrise. Die Zahl der gemeldeten offenen Berufsausbildungsstellen nimmt im dritten Pandemiejahr wieder zu. Der rückläufige Trend bei den gemeldeten Ausbildungsbewerber*innen setzt sich auch im Juni 2022 weiter fort. Regional zeigen sich unterschiedliche Entwicklungen. Zum Regionaldatenreport.

Lunch-Talk am 24. Juni: Kommunale Jobcenter zwischen Corona-Pandemie und Koalitionsvertrag

Zur Präsentation von Dr. Joachim Wentzel (HMSI) und Lisa Schäfer (IWAK)

IAB-Betriebspanel Hessen: Das Ausbildungsverhalten der hessischen Betriebe – Folgen für die Fachkräftesicherung

Eine geringe Auslastungsquote, sinkende Bewerbungs- und Ausbildungsabschlusszahlen – bei gleichzeitig immer größer werdendem Fachkräftebedarf – sind Trends, die bereits vor der Corona-Pandemie eine Herausforderung für die hessische Ausbildungslandschaft darstellten und sich durch die Corona-Pandemie weiter zugespitzt haben. Die Ausbildungsbeteiligung der hessischen Betriebe ist im Ausbildungsjahr 2020/21 auf einen historisch niedrigen Wert von 26 Prozent gesunken. Betriebe hatten dabei große Probleme ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Im Ausbildungsjahr 2021/2022 wurden zum Befragungszeitpunkt zwar wieder etwas häufiger Ausbildungsverträge abgeschlossen als im Vorjahreszeitraum, die Bewerbungssituation stellte sich allerdings für viele Betriebe nach wie vor schlechter dar als vor der Corona-Pandemie. Um ihren Fachkräftebedarf zu decken, setzten Betriebe verstärkt auf die Übernahme ihrer Absolventinnen und Absolventen, die Übernahmequote der Auszubildenen lag mit 74 Prozent so hoch wie nie zuvor.

Diese und weitere Ergebnisse zum betrieblichen Ausbildungsverhalten finden sich im 2. Report zum IAB-Betriebspanel Hessen 2021. Die Ergebnisse basieren auf einer Befragung von mehr als 1.100 Betrieben zwischen Juli und November 2021.

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Lunchtalk und Broschüre zum Thema „Fachkräftesicherung offen und kreativ denken – neue Fachkräftepotenziale praktisch erschließen“

Im Anschluss an den erfolgreichen Lunchtalk vom 10. Juni, bei dem drei spannende Betriebsbeispiele vorgestellt wurden, veröffentlichen wir die dazugehörige Broschüre mit weiteren Beispielen Guter Praxis zur zielgruppenorientierten Gewinnung von Fachkräften. Thematisch ergänzt die Broschüre die Erkenntnisse aus dem Lunchtalk und behandelt die vier Zielrichtungen Studienzweifelnde für die Berufsausbildung gewinnen, ältere Fachkräfte länger im Betrieb und im Arbeitsleben halten, Fachkräfte mit Behinderungen im Betrieb Integrieren sowie Ausbildungsabbrüche vermeiden. Wir wünschen Ihnen eine angenehme und anregende Lektüre. Zur Broschüre.

Betrieb des Monats Juni 2022 - Wege aus der Pandemie: Energie Waldeck-Frankenberg

Das virtuelle Praxisformat „Betrieb des Monats - Wege aus der Pandemie“ präsentiert im Juni den Betrieb Energie Waldeck-Frankenberg. Seit November 2021 stellt sich in Fortsetzung des erfolgreichen Formats „Betrieb des Monats“ monatlich ein mittelständischer Arbeitgeber aus Hessen per Video vor und berichtet von Aktivitäten zur Fachkräftesicherung auf dem Weg aus der Pandemie. Im neuen Video präsentiert Energie Waldeck-Frankenberg aus Korbach zukunftsorientierte Strategien zur Fachkräftesicherung in der Energieversorgung als Teil der Infrastruktur. LINK zum Video.

Mit dem Juni-Video wird das Format „Betrieb des Monats – Wege aus der Pandemie“ abgeschlossen. Wir danken allen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, die daran teilgenommen und ihre Aktivitäten vorgestellt haben. Vielen Dank auch allen an diesen Beispielen guter Praxis Interessierten.

 

23. Hessischer Regionaldatenreport erschienen

Der aktuelle Regionaldatenreport zeigt, dass im Mai 2022 die Kurzarbeit in vielen Branchen weiter abnimmt. Ein deutlicher Anstieg ist allerdings im Automotive-Bereich zu beobachten. Die gemeldeten offenen Stellen bleiben weiterhin auf höherem Niveau als in den ersten beiden Jahren der Pandemie, jedoch bleibt vom März bis Mai die Arbeitsmarktdynamik relativ schwach - möglicherweise im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine. Die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen ist im dritten Pandemiejahr nicht weiter eingebrochen. Der rückläufige Trend bei den gemeldeten Ausbildungsbewerber*innen setzt sich jedoch auch zum Stand Mai 2022 weiter fort. Regional zeigen sich allerding teilweise gegensätzliche Entwicklungen. Regionaldatenreport_23