Newsletter
Nr. 1 /2010
Inhalt
1. Neue
Projekte am IWAK
2.
Ergebnisse aus Forschung und Praxis
3.
Veröffentlichungen
4. Veranstaltungen
Wissenschaftliche Begleitung der Implementierung der Pflegestützpunkte in Hessen
Seit Dezember 2009 führt das IWAK im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Arbeit, Familie und Gesundheit die wissenschaftliche Begleitung der Implementierung der Pflegestützpunkte in Hessen durch. Während der rund zwei Jahre dauernden Projektlaufzeit werden neben einem Bemessungsverfahren für das Kriterium der „wohnortnahe Beratung“, ein Dokumentationssystem für den Betrieb der Pflegestützpunkte, Standards zur Qualitätssicherung der dort stattfindenden Arbeit sowie ein Konzept für die Vernetzung von Altenhilfeakteuren in Regionen entwickelt. Außerdem werden die Pflegestützpunkte in der Aufbau- und Etablierungsphase unterstützt und schließlich Handlungsempfehlungen zum Auf- und Ausbau von Pflegestützpunkten erarbeitet.
Ermittlung von Arbeitskräftebedarfen - Systematische Erfassung der Vorgehensweisen in anderen Ländern
Im Auftrag der Arbeitskräfteallianz des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) untersucht das IWAK, wie Arbeitskräftebedarfe in anderen Ländern erfasst und politisch genutzt werden. Hintergrund ist die Frage, wie aktuelle Fachkräfteengpässe systematisch identifiziert und schnell abgebaut sowie zukünftigem Fachkräftemangel vorausschauend begegnet werden kann. Hierzu werden in ausgewählten Ländern Europas, aber auch in klassischen Einwanderungsländern, wie z.B. den USA oder Australien, von lokalen Partnern relevante Informationen eingeholt und vom IWAK in Form von Ländersteckbriefen aufbereitet und präsentiert. Von den Erkenntnissen dieser vergleichenden Analyse wird erwartet, dass sie wesentliche Anregungen für die Entwicklung eines Instrumentariums liefern können, das in Deutschland zukünftig angewandt werden soll.
Begleitprojekt zur Unterstützung der Qualifizierungsbeauftragten zur Initiierung betrieblicher Weiterbildung für Bildungsferne in Hessen
Aufbauend auf den Ergebnissen des Projekts „Betriebliche und berufliche Weiterbildung für Bildungsferne in Hessen" unterstützt das IWAK die hessischen Qualifizierungsbeauftragten seit dem 01.08.2009 bei der Initiierung und Begleitung regionaler Aktivitäten zur Umsetzung betrieblicher Weiterbildung für die Zielgruppe der Bildungsfernen. Ziel des Projektes ist es, in allen hessischen Regionen passgenaue, gendergerechte Weiterbildungskonzepte für Bildungsferne zu entwickeln und erstmals umzusetzen. Außerdem sollen Initiativen und Aktivitäten regional geplant und gestartet werden, um die innerregionale Verbreitung von Weiterbildungsaktivitäten für Bildungsferne voranzutreiben.
regio pro – Etablierung eines Frühinformationssystems zur Qualifikations- und Beschäftigungsentwicklung in Hessen
Seit Oktober 2009 führt IWAK das Projekt regio pro – Etablierung eines Frühinformationssystems zur Qualifikations- und Beschäftigungsentwicklung in Hessen durch. Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Frühinformationssystems über zukünftige Qualifikations- und Berufsentwicklungen in drei Kommunen und den drei Regierungsbezirken Hessens. Mit Hilfe einer Angebots- und Nachfrageprognose werden Mismatches von Berufen und Qualifikationen bis zum Jahr 2014 identifiziert; Experten bewerten diese Ergebnisse und eruieren neue Entwicklungen. Die frühzeitigen Informationen sollen Anknüpfungspunkte für die Planung und Steuerung von Aus- und Weiterbildung bieten und die Identifizierung von Handlungsbedarfen für die Region ermöglichen, so dass Unternehmen in der Anpassung an veränderte Wirtschaftsbedingungen unterstützt werden können.
Functional labour markets represent a significant prerequisite for the successful economic development of regions. However, in many regions, there is insufficient data for an optimal steering of these labour markets. Therefore, the Initiative Networking European Labour Market Observatories is oriented towards bringing all regional labour market observatories in Europe together in one network to make a complete, quick and systematic access to the newest methods and practices possible. At the same time, it is important to provide a channel for a lively exchange between the observatories on the empirical application of these methods. The first conference of this new initiative will be the EUROPEAN DAY at the 6th and 7th October 2010. A Europan Secretary to promote and support this initiative was launched from IWAK in December 2009. For further information: RLMMnetwork@uni-frankfurt.de.
Fachkräfteentwicklung im Bereich Forschung und Entwicklung im Land Brandenburg
Im Rahmen der Fachkräftesicherungsstrategie des Landes Brandenburg untersucht das IWAK seit September 2009 zusammen mit dem Progress-Institut für Wirtschaftsforschung (PIW) die Entwicklung der Fachkräftesituation im Bereich Forschung und Entwicklung. Dabei werden neben der quantitativen Analyse von aktueller und zukünftiger Arbeitskräftenachfrage sowie dem zur Verfügung stehenden Fachkräfteangebot auch deren qualitative Dimensionen und zwar Qualifikationsbedarfe, betriebliche und außerbetriebliche Handlungsspielräume sowie mögliche Maßnahmen der Mobilisierung, Vernetzung und Kommunikation berücksichtigt. Zur Ermittlung der hierfür benötigten Informationen greift die Studie auf ein mehrstufiges Methodendesign zurück.
Evaluation zur Umsetzung regionaler Strategien zur Bewältigung von Fachkräfteengpässen durch die Regionalbüros für Fachkräftesicherung im Land Brandenburg
Seit dem 01. Januar führt das IWAK zusammen mit dem Progress-Institut für Wirtschaftsforschung (PIW) eine Evaluation der Fachkräftesicherungsstrategie des Landes Brandenburg durch. Spezifikum des brandenburgischen Ansatzes ist eine flächendeckende Einrichtung von Regionalbüros mit dem Ziel einer regionalen Bewältigung des Fachkräftemangels. Die Evaluation besteht aus unterschiedlichen Arbeitspaketen, in welchen die Zielsysteme, die Implementation in den politischen Prozess, die Qualität der Steuerung sowie die Akzeptanz der Fachkräftesicherung analysiert und bewertet werden. Über einen Vergleich der brandenburgischen Fachkräftesicherungsstrategien mit anderen Bundesländern können Stärken und Schwächen des brandenburgischen Ansatzes herausgearbeitet werden.
Transferable Skills across Economic Sectors – Role and Importance for Employment at the European Level
Since December 2009 IWAK is participating in a project on transferable skills which is funded by the European Commission. The aim is to identify such transferable skills and their role and importance with regard to employability, adaptability and occupational mobility of people on the labour market. The analyses of the project will cover definitions of transferable skills in professions and sectors, instruments in use for their achievement, roles of relevant actors and their networks based on primary and secondary data.
Arbeitsmarktpolitische Ansätze zur Reduzierung von illegaler Beschäftigung und Schwarzarbeit in Privathaushalten älterer Menschen
Ab März 2011 startet das von der Europäischen Kommission unterstützte Projekt. In Kooperation mit universitären Partnern aus Italien, Österreich und Polen wird eruiert, inwieweit die arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, die in Frankreich seit den 90er Jahren eingesetzt werden, um Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung in Privathaushalten älterer Menschen erfolgreich zu reduzieren, auf andere europäische Länder übertragen werden können.
Chance 50 plus: Ergebnisse der Unternehmensbefragung im Wetteraukreis
Die Auswertung der repräsentativen Unternehmensbefragung zeigt, dass die Aktivitäten des Projektes „Chance 50 plus“ Erfolge zeigen und ein Wandel der Einstellung gegenüber älteren Arbeitnehmern stattfindet. 85 Prozent der Betriebe sind bereit, ihre offenen Stellen mit über 50-Jährigen zu besetzen. Außerdem nehmen in fast drei Viertel der Betriebe Ältere genauso häufig an Weiterbildungen teil wie Jüngere.
IAB-Betriebspanel Hessen – Endbericht 2008 erschienen
Trotz der beginnenden Wirtschafts- und Finanzmarktkrise konnten im Jahr 2008 die Beschäftigungszahlen in Hessen konstant gehalten werden. Dieses und weiter Ergebnisse zur hessischen Beschäftigungs- und Wirtschaftslage finden sich im Schlussbericht des IAB-Betriebspanels, den das IWAK jetzt veröffentlicht hat.
Monitor Arbeitsmarkt und Migration im Kreis Offenbach in Dauerbetrieb überführt –2010 Ausweitung des Pilotprojekts auf weitere hessische Kreise
Nach erfolgreichem Abschluss der Pilotphase und Übergang in den Dauerbetrieb im Kreis Offenbach im November 2009 steht der Hessische Monitor Arbeitsmarkt und Migration nun auch anderen hessischen Kreisen zur Implementierung zur Verfügung. Das Hessische Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit hat in der ersten Jahreshälfte 2010 der Stadt Darmstadt und der Stadt Offenbach, dem Wetteraukreis, Lahn-Dill-Kreis und dem Landkreis Hersfeld Rotenburg die Möglichkeit eröffnet, ein solches System kostenfrei aufzubauen und den Dauerbetrieb drei Jahre lang über das Förderprogramm „Passgenau in Arbeit“ (PiA) zu finanzieren.
Zum System des Kreises Offenbach
Hessischer Pflegemonitor – Aktuelle Ergebnisse in Kürze
In Kürze werden neue Daten im Hessischen Pflegemonitor zum Herunterladen aus dem Internet zur Verfügung stehen. Die neuen Daten wurden im Jahr 2009 erhoben und vermitteln einen Eindruck von der aktuellen Pflegekräftesituation in Kankenhäusern, Altenheimen und bei ambulanten Diensten. Für jeden Kreis oder Arbeitsagenturbezirke liegen diese Daten vor.
Regional and Local Labour Market Intelligence through Labour Market Monitoring – Ergebnisse des Netzwerktreffens in Copenhagen
Am 8. Und 9. Oktober fand in Kopenhagen das 4. Jahrestreffen des European Network of Regional Labour Market Monitoring statt. Im Rahmen der Veranstaltung wurden Monitoringansätze aus unterschiedlichen europäischen Ländern vorgestellt und diskutiert. Der Abschlussbericht fasst die wichtigsten Ergebnisse aus zwei Tagen regen Austauschs zusammen.
Monitoring
Larsen, Christa/ Mevius, Marco/ Kipper, Jenny/ Schmid, Alfons (2009):
Migration
Larsen, Christa/ Neisen, Vera/ Schmid, Alfons (2009):
In: Forschung Frankfurt, 3/2009 Forschung Frankfurt
Pflege und Gesundheit
Kuhlmann, Ellen/ Larsen, Christa (2010):
Diversity Management und Arbeitskräftemanagement: Innovationspotentiale für Qualität und Effizienz im Gesundheitssystem
In: Badura, B./ Schröder, H./ Klose, J./ Macco, K. (Hg.): Fehlzeiten-Report, Berlin, Springer. (im Druck)
Sozialpolitik
Nüchter, Oliver/ Bieräugel, Roland/ Schipperges, Florian/ Glatzer, Wolfgang/ Schmid, Alfons (2009):
Einstellungen zum Sozialstaat III. Sechs Fragen zur Akzeptanz der sozialen Sicherung in der Bevölkerung
Opladen u. Farmington Hills.
Wie wird der Sozialstaat in der Bevölkerung wahrgenommen und beurteilt? Was soll er leisten, was darf er kosten, was hat er bislang erreicht? Der Band beantwortet diese und weitere Fragen und analysiert die Gründe für diese Einstellungen auf Basis einer Repräsentativbefragung von über 5.000 Personen in Ost- und Westdeutschland.
Nüchter, Oliver/ Schmid, Alfons (2009):
Einstellungen zum Sozialstaat und Erwerbsstatus
In: Struck, Olaf/ Seifert, Helmut (Hrsg.): Arbeitsmarkt und Sozialpolitik. Kontroversen um Effizienz und soziale Sicherheit, S. 77-97, Wiesbaden.
Die Fragestellung dieses Beitrags richtet sich darauf, welche Unterschiede bei den Einstellungen gegenüber dem Sozialstaat in Abhängigkeit vom Erwerbstatus bestehen: Welche Einstellungen haben Arbeitslose und Erwerbstätige zum Sozialstaat und seinen Teilsystemen? Gibt es Unterschiede bei den Einstellungen zwischen den Erwerbsgruppen und wie lassen sich diese erklären?
Nüchter, Oliver/ Schmid, Alfons (2009):
Einstellungen zur Arbeitslosenversicherung und Grundsicherung für Arbeitsuchende in Deutschland - Eine subjektive Dimension der Arbeitsmarktpolitik
In: Bothfeld, Silke/ Sesselmeier, Werner/ Bogedan Claudia (Hrsg.): Arbeitsmarktpolitik in der sozialen Marktwirtschaft. Vom Arbeitsförderungsgesetz zum Sozialgesetzbuch II und III, Wiesbaden.
Der Beitrag widmet sich der Frage, ob und wie sich im Zuge der Einführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende die Einstellungen der Arbeitsuchenden zur Arbeitslosenversicherung (Arbeitslosengeld) und zu Grundsicherung für Arbeitssuchende (Hartz IV) verändert haben und welche individuellen und gesellschaftlichen Einflussfaktoren für diese Einstellungen maßgeblich sind.
Becker, Jens/ Bieräugel, Roland/ Nüchter, Oliver/Schmid, Alfons (2009):
Einstellungen zum Reichtum in Deutschland
In: WSI-Mitteilungen, 03/2009.
Glatzer, Wolfgang/ Becker, Jens/ Bieräugel, Roland/ Hallein-Benze, Geraldine/ Nüchter, Oliver/ Schmid, Alfons (2009):
Reichtum im Urteil der Bevölkerung. Legitimationsprobleme und Spannungspotenziale in Deutschland
Opladen.
Die Studie untersucht Wahrnehmungen und Bewertungen, Legitimitätsprobleme und Spannungspotentiale von Reichtum in Deutschland. Durch die Verbindung repräsentativ erhobener Umfragedaten mit detaillierten Gruppendiskussionen und Einzelinterviews werden die Einstellungen der Bevölkerung zum Reichtum aus einer neuen Perspektive dargestellt. Im Urteil der Bürger zeigt sich eine ambivalente Sichtweise des Reichtums sowohl mit zustimmenden als auch mit ablehnenden Facetten.
Bieräugel, Roland/ Nüchter, Oliver/ Schmid, Alfons (2010):
Einstellungen der Bevölkerung zu Mindestlöhnen in Deutschland
23.06.2010, Campus Westend, Frankfurt.
Qualifikationsmix neu denken. Herausforderungen für die Berufe in der Gesundheitsversorgung im europäischen Vergleich.
14.09.2010, Campus Westend, Frankfurt.
28.09.2010, Campus Westend, Frankfurt.
EUROPEAN DAY - First European Conference of Regional Labour Market Observatories
Topic: Confronting experiences and building bridges in the perspective of a common Labour Market in Europe 6./7.10.2010,
Annual Meeting of the European Network of Regional Labour Market Monitoring
Topic: Reduction of Youth Unemployment through Regional Labour Market Monitoring 7./8.10.2010,
For more information please contact: Kipper@em.uni-frankfurt.de
Neue Wege in der Weiterbildung von Un- und Angelernten
28.10.2010, Campus Westend, Frankfurt.
Integrationsmonitoring in Europa. Bestandsaufnahme und Perspektiven.
17.11.2010, Campus Westend, Frankfurt.
Näheres zu den Programmen und zur Anmeldung finden Sie demnächst auf unserer Homepage unter www.iwak-frankfurt.de
Weitere Informationen zu Publikationen und
aktuellen Projekten finden Sie auf unserer Homepage unter www.iwak-frankfurt.de
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